KATHEDRALE DER HL. APOSTEL PETER UND PAUL

Architektur

Ort der Dienstleistung

Šiauliai Stadt

Die Kathedrale der Heiligen Apostel Peter und Paul (bis 1997 als Kirche bezeichnet) gilt als Architekturdenkmal der Renaissance und ist der auffallendste Akzent der Stadt. Für die Gäste zeigt sie, wo das Stadtzentrum liegt. Die Kathedrale dominiert nicht nur wegen der auffallenden Höhe (die Turmhöhe beträgt 70 Meter), sondern auch wegen des bequemen und gut gewälten Bauplatzes. Das ist der Verdienst der Baumeistern der ersten Holzkirche in Šiauliai.

Motiejus Valančius hat behauptet, sie sei im Jahre 1445 durch Sorge des schamaitischen Landrates Mykolas Kęsgaila gebaut. Nur wenig Information über sie ist überliefert worden. In der Besuchsakte aus dem Jahre 1629 steht, dass sie holzern, alt und fallend sei, und auf ihrer linken Seite schon mit dem Bau einer neuen Kirche begonnen ist. Die Bauarbeiten wurden um 1617 begonnen. Der Initiator war der schamaitische Bischof Mikalojus Pacas, der Hauptgründer war der Verwalter des Šiauliai-Verwaltungsbezirks Jeronimas Valavičius. Die Bauarbeiten hat der Dekan der Kirche, der Absolvent der Vilniusser Akademie Petras Tarvainis beaufsichtigt.

Am 8. Oktober 1634 hat der schamaitische Bischof Jurgis Tiškevičius die neue Kirche der Stadt Šiauliai eingeweiht. Es ist erwähnenswert, dass im Kirchturm eine mechanische Uhr für die Stadt eingebaut war, dafür haben die Stadtbürger Geld gespendet. Das Bild des Architekturdenkmals aus dem 17. Jh. hat unsere Tage mit Änderungen erreicht. Die Kathedrale wurde ständig durch Kriege, Brände und Stürme zerstört. Daher musste sie ständig renoviert werden. Das Gebäude hat sich sehr nach dem Juli 1880 verändert, als der Kirchturm vom Blitz getroffen wurde und ein Holzelement des rotundenförmigen Turms, der mit glockenförmiger Spitze gedeckt war, abgebrannt war. Am Ende des 19. Jh. wieder aufgebauter Kirchturm hatte schon die Form der vielseitigen Pyramide und hat so auch unsere Tage erreicht. Nach dem Brand 1880 wurde die Turmuhr nicht mehr renoviert. Es ist nur die Sonnenuhr auf der Südseite der Kirchfassade geblieben. Das Gebäude der Kirche wurde in den Jahren des Ersten Weltkriegs zerstört, aber am meisten wurde sie im Zweiten Weltkrieg beschädigt. Die Holzteile des Daches sind abgebrannt (Dach, Turmdecke, Treppenhaus, Innenausstattung), Kunstgut, Altare, Orgel und Möbelstücke wurden zu Asche. Auch die Seitengiebel wurden beschädigt, und, keine Verbindung mehr mit den Dach habend, sind runtergefallen und haben das Querschiff zerstört. Auch der Fußboden wurde beschädigt und daher haben sich die Krypten geöffnet. In den Nachkriegsjahren haben die Wiederaufbauarbeiten ziemlich lange gedauert, erst im Jahre 1956 wurden die Renovierungsarbeiten abgeschlossen. Die Renovierungsarbeiten haben der Ingenieur V. Krikščiūnas und der Architekt S. Ramunis geleitet. Später arbeitete man noch an der Außenfassade, Innenausstattung und an einzelnen Gebäudeteilen.

Am 8. März 1997 nach der Entscheidung des Papstes Johannes Paul II. wurde das Bischoftum Šiauliai gegründet. Die Kirche wurde zur Kathedrale der Heiligen Apostel Peter und Paul ernannt. Zum ersten Bischof des Šiauliai-Bischoftums wurde der Rektor des Priesterseminars Kaunas Eugenijus Bartulis ernannt.

Durch die Sorge des Bischofs wurde die Kapitalrenovierung durchgeführt, ein neuer den gegenwärtigen Bedürfnissen entsprechender Altar eingebaut. Die Innenräume und die Außenfassade wurden mit 2 Farbtönen der weißen Farbe gestrichen. Die äußere Beleuchtung wurde angelegt, die zu allen Kirch- und Stadtfesten eingeschaltet wird.

Bewertungen

Kommentieren