DIDŽDVARIO-GYMNASIUM

Historische Objekte, Siauliai

Ort der Dienstleistung

Šiauliai Stadt

Das Mädchengymnasium nahm seinen Schulbetrieb 1898 auf. Es wurde auf dem Grundstück von Grafen Nikolaj Zubov errichtet und aus den von ihm geschenkten Ziegelsteinen gebaut. Im Gegensatz zum Knabengymnasium wurden hier meist die Mädchen aus kleinbürgerlichen Familien ausgebildet. Das wurde dadurch verursacht, dass 52,3 Prozent aller Schüler des Gymnasiums die Mädchen jüdischer Nationalität bildeten, die nach ihrem sozialen Status den Stadtbürgern angehörten.

Das Gymnasium bestand erfolgreich bis zum Ersten Weltkrieg. 1918 wurde die Genehmigung erhalten, es wieder zu erstellen, diesmal schon aber als gemischtes Gymnasium. Aufgrund der besseren Wirtschaftsbedingungen wurde beschlossen, alte Bildungstraditionen fortzusetzen.

Seit 1928 funktionierten die Mädchen- und Knabengymnasien wieder getrennt. Das Mädchengymnasium besaß erweiterten Englisch- und Deutschunterricht. Der langjährige Direktor des Mädchengymnasiums war Antanas Klupšas. In der Zwischenkriegszeit haben hier viele bekannte Persönlichkeiten unterrichtet: V. Daugirdaitė-Sruogienė, J. Minka, K. Venclauskis, Dr. J. Šliūpas u.a.

Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde das Gymnasium von deutschen Truppen besetzt und in ein Krankenhaus umgewandelt. Während des Rückzugs haben die deutschen Soldaten das Gebäude in Brand gesteckt.

In der in den Nachkriegsjahren wieder erbauten Schule ließ sich die 2. Mittelschule nieder. Als sie in andere Räume umgezogen war, nahm die 5. Mittelschule im ehemaligen Mädchengymnasium ihre Tätigkeit auf. Seit 1963 wurde hier wieder erweiterter Englischunterricht angeboten.

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