BERGCHEN DER AUFSTÄNDISCHEN

Historische Objekte

Ort der Dienstleistung

Šiauliai Stadt

An diesem Ort wurden die Teilnehmer des Aufstandes 1863–1864 begraben, die zur Todesstrafe verurteilt und gleich hier erschossen bzw. erhängt wurden. Damals befand sich dieser mit Bäumen und Büschen bewachsene Hügel am Stadtrand. Mit der Zeit begann man diesen Ort als Bergchen der Aufständischen zu bezeichnen. Im Herbst 1931 wurde nach dem Projekt des Ingenieurs Karolis Reisonas begonnen, ein Obelisk (Denkmal aus Pflastergranit) zu errichten. Das Denkmal wurde am 30. Mai 1935 eröffnet, in seinem Fundament wurden die Gebeine von 11 Aufstandsteilnehmern begraben, die an dieser Ortschaft gefunden waren. 1957 wurde das Denkmal erneuert, auf der Vorderseite wurde die dreiteilige Skulpturgruppe „Die Aufständischen von 1863“ von Antanas Dimžlys gebaut. 1988 wurde das Denkmal nochmal nach dem Projekt von K. Reisonas erneuert, ihm wurde sein authentisches Aussehen verliehen.

Wegen des bequemen und schönen Platzes haben in den Jahren des Ersten Weltkrieges die Deutschen am dortigen Hang ihren Friedhof eingerichtet. 1915 entstanden die ersten Gräber der gefallenen Piloten am Hang des Bergchens seitens Vilniaus-Straße. Im selben Jahr wurde der Friedhof mit dekorativem Zaun aus Birkenstangen umzaunt. 1932–1935 entstand anstatt des altes Denkmals ein neues mit Zaun und Mauerpfeilern. Hier ruhen auch die Soldaten der russischen Zarenarmee. 1941–1944 wurde der Friedhof bis zum Denkmal an die Aufständischen von 1863 erweitert, hier erhielten die im Zweiten Weltkrieg gefallenen deutschen Soldaten ihre letzte Ruhestätte. Diese Soldatengräber wurden mit Betonkreuzen gekennzeichnet. In den Nachkriegsjahren wurde der Friedhof vernichtet. 1994 sind die Freiwilligen der deutschen Kriegsgräberfürsorge nach Šiauliai gekommen und haben die Listen der hier begrabenen in beiden Kriegen gefallenen deutschen Soldaten (ca. 1270 Soldaten) vorgelegt. Das haben auch die archäologischen Ausgrabungen bestätigt. Die Initiative der Beaufsichtigung des Bergchens der Aufständischen hat das Kulturministerium samt der deutschen Kriegsgräberfürsorge übernommen. 2001 wurden die Arbeiten am Bergchen der Aufständischen und an Wiederherstellung der deutschen Soldatengräber abgeschlossen.

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