APOTHEKE “VALERIJONAS”

Historische Objekte
Zeit:
I — V 07:30 — 20:00
VI 09:00 — 16:00

Ort der Dienstleistung

Šiauliai Stadt

Wenn man an einem Gebäude im Fußgängerboulevard im Vorbeigehen den Kopf hochhebt, erblickt man auf dem Dach die schwarzen Katerfiguren. Warum die denn da sind, braucht man nicht lange zu überlegen: Die Kater befinden sich doch auf dem Dach des Gebäudes, wo sich die Apotheke „Valerijonas“ (dt. „Baldrian“) befindet. An diesem Ort besteht die Apotheke schon lange Jahre (seit 1870), als der Provisor Nurokas eine Genehmigung erlang, die dritte Apotheke in Šiauliai zu gründen, die er gleich nach der Gründung dem Provisor Limbergas verkaufte. Im Jahre 1900 war es schon die Apotheke von C. Volpe, in der Apotheke arbeiteten ein Provisor, ein Apothekenleiter und drei Schüler. Nach dem Tode von C. Volpe 1934 wurde sein Sohn Ilja Volpe zum Apothekenleiter und Besitzer. Er war Doktor der Naturwissenschaften, qualifizierter Chemiker, Apotheker, Bakteriologe und Nahrungsanalitiker, beherrschte Russisch, Deutsch, Litauisch, Jiddisch, Französisch und Hebräisch. 1948 wurde in diesem Gebäude die Apotheke Nr. 123 eröffnet, die seit 1992 den Namen „Valerijonas“ führt. Heutzutage ist die Apotheke „Valerijonas“ eine der ältesten im Betrieb seit dem Anfang deren Gründung befindlichen Apotheken Litauens. Seit 1977 leitet die Apotheke die Pharmazeutin Almyra Girdenienė. A. Girdenienė erinnert sich daran, dass in dieser Zeit, als sie zur Apothekenleiterin geworden ist, haben die Mitarbeiter sebst die Räume mit einem Heizofen im Keller geheizt. So war es bis zur Wiederherstellung der Unabhängigkeit. Erst dann wurde Warmwasser angeschlossen. Das war die einzige Apotheke in Šiauliai, die die Arzneimittel vor Ort hergestellt hat. Bis jetzt bewahrt die Apotheke ihre alten Rezepte.

Nun ist „Valerijonas“ nicht nur eine Apotheke, sondern auch ein beliebtes Teehaus, hier werden auch Dienste der Heilkosmetik angeboten, großen Erfolg haben die hier hergestellten Cremen. Die bis jetzt an der Spitze der Apotheke stehende Leiterin A. Girdenienė behauptet, dass fleißige und einfallsreiche Mitarbeiter nach neuen Arbeitsformen suchen. Damit die Apotheke mehr von jungen Leuten besucht wird, plant man hier auch ein Museum zu gründen.

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